Festival contre le racisme 2017 in Bonn

3. April 2017 | Kategorie: Allgemein

21. April bis 15. Mai 2017

Kurzabriss des Programms:
Beginnend mit einem Vortrag von Thomas Ebermann am 21. April über die Entwicklung von der noch 2015 lautstark propagierten „Willkommenskultur“ hin zu den Erfolgen rechtspopulistischer Parteien wie der AfD geht es am 25. April weiter mit den Überlegungen von Klaus Blees (Aktion 3. Welt Saar) zu postmodernen Irrwegen antirassistischer Politik im Gewand der Ideologie der sog. „Critical Whiteness“.

Nach diesen beiden eher theoretisch orientierten Vorträgen folgt am 2. Mai die Vorführung des
Dokumentarfilms „Climate Refugees“ von Michael Nash.

Am 4. Mai berichten Mouctar Bah und Nadine Saeed von der „Initiative zum Gedenken an Oury Jalloh e.V.“ über ihre langjährigen Bemühungen zur Aufklärung des Falles des Asylbewerbers Oury Jalloh aus Sierra Leone, der 2005 in einer Dessauer Polizeizelle bei lebendigem Leib verbrannte. Im Anschluss daran zeigen wir den NDR-Tatort „Verbrannt“ von 2015, dessen Handlung auf dem Vorfall basiert.

Am 8. Mai findet eine Autoren-Lesung aus dem neu erschienen Band „Flüchtlinge erzählen“ des Bonner Instituts für Migrationsforschung (BIM e.V.) statt, für das zahlreiche hier
lebende Flüchtlinge interviewt worden sind. In dem Buch erzählen sie ihre Fluchtgeschichten und wie sie ihre Ankunft in Deutschland und Bonn erlebt haben.

Am 9. Mai referiert Marc Speer von der NGO „bordermonitoring.eu“ über die Arbeit seiner
Organisation auf der Balkanroute, die in der Beobachtung der Grenzregime an europäischen
Außengrenzen und ggf. der Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen an diesen Grenzen besteht.

Am 10. Mai finden im Rahmen des monatlichen Kulturcafés von Refugees Welcome Bonn
e.V. zwei Konzerte im Kulturzentrum Kult41 statt. Dabei geben sich sowohl die beliebte Bonner
Band der „Blümchenknicker“ sowie das Rap-Duo „K.A.G.E“ die Ehre.

Am 11. Mai gibt die ehemalige Kölner Bundestagsabgeordnete Lale Akgün „sachdienliche Hinweise zur Bekämpfung von Rassismus“. Danach wird der Film „Tante Semra im Leberkäseland“ gezeigt.

Am 12. Mai findet ein Internationales Buffet mit der Initiative für Flüchtlinge (IfF) und der Gruppe „Start with a Friend“ statt.

Den Abschluss der Reihe bildet ein Vortrag des Publizisten Alex Feuerherdt am 15. Mai, in dem
dieser die Unterschiede zwischen Rassismus und Antisemitismus erläutert und den
Islamophobiebegriff einer ideologiekritischen Betrachtung unterzieht.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos.

Programm
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