Als oben noch ein Himmel war und unten eine Hölle …

14. Dezember 2017 | Kategorie: Literatur

Ein Weihnachtsgedicht von Bernd H. Kämper

Früher
als es noch
ein Christkind gab
und einen Weihnachtsmann,
mit weißem Bart und Hirtenstab und
einem himmlischen Gespann, als Weihnachten
noch weißer war, weil Schnee bis in die Täler fiel und
Kinderträume wurden wahr, bei Glockenklang und Flötenspiel,
als man noch Glück empfinden konnte, das nur in der Erwartung lag
und Frieden in den Herzen wohnte, wenigstens für einen Tag, als selbst
an heißumkämpften Fronten, für eine Nacht die Waffen schwiegen und Sieger
ihre Feinde schonten, weil sie müde war‘n vom Siegen, als man noch glauben konnte
an eine stille Heilige Nacht und am Himmelstor das Christkind thronte, das die guten Kinder
streng bewacht…

Da wurden die alten Lieder gesungen von der Stille, die keine Geräusche macht,
von einem Ros‘, das einst entsprungen und den Hirten,
die auf dem Felde gewacht.

Dann wussten die Menschen,
jetzt ist Weihnachtszeit
und machten ihre
Herzen weit.
Früher???
Früher????
Früher!!!!!!!!

Gedicht in der pdf-Version

Der Autor hat beim Literaturwettbewerb zur 11. Bonner Buchmesse Migration den 1. Preis in der Kategorie „Lyrik“ gewonnen.

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