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Fördern und fordern: Ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit

9 Dezember von 10:00 - 16:30

Am 9. Dezember 2017 lädt die Koordinierungsstelle „Aktiv für Flüchtlinge RLP“ des Pfarramts für Ausländerarbeit alle Aktiven in der rheinland-pfälzischen Flüchtlingsarbeit nach Bad Kreuznach ein, um über die Potenziale und Grenzen ehrenamtlichen Engagements zu diskutieren und Ziele für das kommende Jahr zu formulieren.

Das ehrenamtliche Engagement in der Flüchtlingsarbeit ist derzeit im Wandel begriffen: Die einst notwendigen Nothilfeleistungen weichen einer langfristigen Integrationsunterstützung, die von der Zivilgesellschaft und der Politik aktiv mitgestaltet werden muss. Entwicklungen, wie die restriktiver werdende Abschottungspolitik Europas sowie der Rechtsruck in der deutschen Gesellschaft und öffentlichen Rhetorik, stellen immer größere Herausforderungen für Aktive in dieser Arbeit dar.

Das Forum lädt ein, diese Herausforderungen mit Mut und Motivation gemeinsam anzugehen.

Prof. Dr. Gerhard Trabert eröffnet die Veranstaltung mit seinem Vortrag „Flucht ist ein Menschenrecht!“ und erörtert die Frage: „Und was hat Ehrenamt damit zu tun?“. Der Mainzer Arzt gründete bereits 1997 den Verein „Armut und Gesundheit in Deutschland e.V“, um den Zusammenhang von Armut und Krankheit in die Öffentlichkeit zu tragen und aktiv an einer besseren medizinischen Versorgung zu arbeiten. Dafür ist er vielfach auch außerhalb Deutschlands unterwegs, wie kürzlich im italienischen Bozen, wo derzeit über 200 Geflüchtete auf der Straße um ihr Überleben kämpfen. In Bad Kreuznach wird er von seinen Erfahrungen berichten.

Anschließend werden sich unterschiedliche Akteur*innen aus der rheinland-pfälzischen Flüchtlingsarbeit dem Motto „Fördern und Fordern“ des aktivierenden Sozialstaates widmen, um die Rolle des Ehrenamtes näher zu betrachten: Inwiefern werden Ehrenamtliche in Rheinland-Pfalz gefordert, inwiefern gefördert? Wo liegen die Grenzen zur Überforderung, wo aber auch zur „Überförderung“? Was fordern Ehrenamtliche? Auf dem Podium diskutieren Dr. Daniel Asche (Abteilung Integration und Migration des MFFJIV), Okka Senst (Diakonisches Werk der ev. Kirchenkreise Trier und Simmern-Trarbach), Siegfried Pick (AK Asyl Rheinland-Pfalz) und Jutta Mader (Unterstützerkreis Flüchtlinge in Lay).

Nach einem gemeinsamen Mittagessen geht es nachmittags in die praktische Kleingruppenarbeit: Die Teilnehmenden können zwischen vier Workshops wählen, in denen Stressbewältigungsstrategien erarbeitet, regionale Kampagnen-Arbeit erlernt, wertschätzende Kommunikation geübt und Fluchtursachen analysiert werden. In einem Abschlussplenum stellen sie ihre erarbeiteten Ergebnisse vor, um daraufhin gemeinsame Ziele für die zukünftige Arbeit zu formulieren. Für einen garantiert lustigen Ausklang des Tages sorgt abschließend der saarländisch-senegalesische Germanist Ibrahima Ndiaye mit seinem interkulturellen Kabarett.

Wann & wo?: Samstag, 9. Dezember, von 10 bis 16.30 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Kurhausstr. 6, 55543 Bad Kreuznach.

Die Anmeldung ist bis zum 5. Dezember per E-Mail an anmelden@asyl-rlp.org möglich. Die Einteilung des Workshops erfolgt vor Ort.

Details

Datum:
9 Dezember
Zeit:
10:00 - 16:30